Biografie

Frühe Jahre und Ausbildung
Aleksandra Liashenko wurde in Charkiw, Ukraine, geboren.
Mit dreieinhalb Jahren begann sie mit dem klassischen Ballett. Zwischen ihrem fünften und zehnten Lebensjahr trainierte sie zudem Rhythmische Sportgymnastik, gewann zahlreiche Wettbewerbe und erhielt mehrere Auszeichnungen.
Mit elf Jahren nahm sie an ihrer ersten internationalen Tournee mit der Staatlichen Choreografischen Schule Charkiw teil — einer zweimonatigen Tournee durch Taiwan. In den folgenden Jahren führten sie weitere Tourneen nach Spanien, Ägypten, Japan, Taiwan und in mehrere andere Länder.
Während ihrer frühen Ballettausbildung studierte Liashenko bei Tamara Starikova und Tetiana Chepalova, die eine wichtige Rolle bei der Grundlegung ihrer klassischen Ausbildung spielten.
Mit 15 Jahren schloss sie die Staatliche Choreografische Schule Charkiw ab, immatrikulierte sich am Staatlichen Höheren College der Künste „I. P. Kotljarewskyj“ in Charkiw und wurde zugleich Mitglied der Ballettkompanie des Nationalen Akademischen Opern- und Balletttheaters „Mykola Lyssenko“ in Charkiw, wo sie etwa 13–15 Vorstellungen pro Monat tanzte.
Parallel zu ihrem Studium am College trainierte sie bei Svitlana Kolyvanova, Ballettdirektorin der Kompanie, und bei Teodor Popescu. Deren künstlerische Anleitung in diesen prägenden Jahren trug wesentlich zur Entwicklung ihrer klassischen Technik, Musikalität und Bühnenkunst bei.
Mit 16 Jahren tanzte Liashenko auf einer Tournee in Tokio ihre erste Hauptrolle — Radieschen in Cipollino, an der Seite des Bolschoi-Ersten-Solisten Morihiro Iwata. Nach ihrem erfolgreichen Debüt wurden ihr regelmäßig Hauptpartien des klassischen Repertoires anvertraut.
Mit 20 Jahren erhielt Liashenko ihren ersten internationalen Vertrag und zog nach Polen — der Beginn ihrer internationalen Laufbahn.
Zwischen 2007 und 2009 tanzte sie an der Baltischen Staatsoper in Danzig und am Großen Theater in Posen — klassisches wie zeitgenössisches Repertoire.
2009 wurde sie Solistin des Polnischen Nationalballetts in Warschau. Nach ihrer ersten Saison wurde sie in den Rang einer Principal Dancer befördert und zählte zu den führenden Künstlerinnen der Kompanie.
In ihren Jahren beim Polnischen Nationalballett tanzte sie ein umfangreiches klassisches und zeitgenössisches Repertoire und arbeitete mit international renommierten Choreografinnen und Choreografen.
Sie schloss die Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau mit einem Master of Arts in Ballettpädagogik ab.
Von 2015 bis 2020 setzte sie ihre internationale Karriere in Deutschland fort — beim Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg und an der Staatsoper Hannover, neben Auftritten mit weiteren internationalen Kompanien.
2020 wurde Liashenko Mitglied des Wiener Staatsballetts, dem sie bis 2025 angehörte. Während ihres Engagements tanzte sie Hauptpartien in klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Produktionen.
Sie arbeitete mit international gefeierten Choreografinnen und Choreografen und wurde regelmäßig als Guest Principal Ballerina zu bedeutenden internationalen Festivals, Galavorstellungen und Sonderproduktionen eingeladen.
Ihre Karriere führte sie an bedeutende Theater und Bühnen weltweit — mit Auftritten in Frankreich (Paris), den USA (New York, Washington, Houston), Italien, Spanien, den Niederlanden, Norwegen, Finnland, Lettland, Litauen, Estland, Ägypten, Japan, China und Taiwan sowie, früher in ihrer Laufbahn, am Mariinski-Theater in St. Petersburg und am Bolschoi-Theater in Moskau.
Auszeichnungen & Ehrungen
- 2002Erster Preis und Sonderpreis für Kreativität und Individualität, Internationaler Ballettwettbewerb „Fouetté of Artek“ (Krim)
- 2004Erster Preis, Internationaler Ballettwettbewerb „Crystal Shoe“ (Charkiw)
- 2007Zweiter Preis, Internationaler Ballettwettbewerb (Kiew)
- 2009Erster Preis (Senioren), 16. Internationaler Tanzwettbewerb, Danzig
- 2011Nominierung für den Prix Benois de la Danse für ihre Cinderella in Frederick Ashtons Cinderella; zudem Prix-Benois-Diplom
- 2014Silberne Medaille „Gloria Artis“ für Verdienste um die Kultur (Polen)
- 2015Jan-Kiepura-Preis als beste Balletttänzerin Polens
- In Anerkennung ihres herausragenden Beitrags zum polnischen Ballett wurde Liashenko per Präsidialdekret, unterzeichnet von Präsident Bronisław Komorowski, die polnische Staatsbürgerschaft verliehen.
Fernsehen und Medien
Liashenko verfügt über professionelle Erfahrung in Fernseh- und Filmproduktionen.
Sie arbeitete mit dem ORF (Österreichischer Rundfunk) an Fernsehübertragungen, darunter Auftritte in den Ballettproduktionen des Wiener Neujahrskonzerts. Zudem wirkte sie an Filmproduktionen im Zusammenhang mit dem Wiener Opernball an der Wiener Staatsoper mit.
Darüber hinaus stand sie in Polen für kommerzielle und Werbefilmproduktionen vor der Kamera und arbeitete eng mit Regisseuren, Kamerateams und Produktionsteams zusammen — im Studio wie an Originalschauplätzen.